Sehen und verstehen: Lichtquellen

Nach Einbruch der Dunkelheit verwandelt sich eine heutige Grossstadt in ein Lichtermeer, das von Neonreklamen sowie hell erleuchteten Sehenswürdigkeiten, Sportplätzen und Strassenzügen noch überstrahlt wird. Die Nacht ist hier zum Tag geworden. Noch vor 200 Jahren boten Städte und Ortschaften ein ganz anderes Bild. In den Strassen brannten erst einzelne Öllaternen, Fackelträger begleiteten spät heimkehrende Personen nach Hause, und Kerzen oder Öllampen beleuchteten die Wohnungen nur spärlich. Anfangs des 19. Jahrhunderts wurde in englischen Fabriken erstmals Gasbrenner zur Beleuchtung eingesetzt. Bald schon wurden Leitungsnetze für die Gasversorgung gebaut, so dass sich in den Städten die öffentliche Beleuchtung mit Gaslicht auszubreiten begann. In der Schweiz war dies ab der Jahrhundertmitte der Fall. Den grossen Aufschwung erlebte die künstliche Beleuchtung mit der Einführung des elektrischen Lichts.