Sehen und verstehen: Minergie-Standard in Dienstleistungsgebäuden

Minergie ist ein Qualitätslabel für Gebäude, das von der Wirtschaft, dem Bund und den Kantonen getragen wird. Die wichtigsten Voraussetzungen, um den freiwilligen Minergie-Standard zu erreichen, sind eine sehr gut Wärmedämmung und eine dichte Gebäudehülle, welche einen tiefen Heizenergieverbrauch garantieren. Die dichte Gebäudehülle erfordert aber auch eine mechanische Belüftung. Diese sorgt für eine gute Luftqualität, verhindert Feuchteschäden und schützt indirekt vor Lärm, da die Fenster geschlossen bleiben können. Neue Wohngebäude, die nach dem Minergie-Standard gebaut sind, dürfen für Heizung, Warmwasser und Lüftung höchstens einen Energieverbrauch von 42 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr aufweisen. Zum Vergleich: Der Durchschnittswert der um 1990 erstellten Wohngebäude liegt drei bis viermal so hoch. Minergie-Gebäude weisen aber nicht nur einen tiefen Energieverbrauch auf, sondern auch einen hohen Komfort. Zum Minergie-Standart gehört auch, dass die Mehrkosten gegenüber herkömmlichen Vergleichsobjekten höchstens 10 Prozent betragen dürfen.