So funktioniert eine Vergärungsanlage

Grünabfall-Aufbereitung

Der angelieferte Grünabfall wird wenn nötig zerkleinert. Fremdstoffe wie Metalle und Glas oder andere nicht abbaubare Stoffe werden aussortiert. Das aufbereitete Grüngut wird haufenweise aufgeschichtet. Mit einem Schaufelbagger wird es in den Zwischenbunker gekippt, der eine kontinuierliche Beschickung des Fermenters sicherstellt.

Fermentation

Vom Zwischenbunker gelangt das Material in den Dosierer, wo unter Zugabe von Wasser eine homogene, pumpfähige Mischung erzeugt wird. Diese wird in den Fermenter (Gärreaktor) gepumpt. Die Masse wird mit einem Rührwerk ständig durchmischt. Der Gärprozess läuft unter Ausschluss von Sauerstoff bei einer Temperatur von cirka 55 Grad Celsius ab. Die Wärme wird dem Fermenter aus dem Blockheizkraftwerk zugeführt. Die Masse durchläuft den Fermenter innerhalb von etwa 14 Tagen. Bei der Vergärung entsteht Methan (Biogas). Dieses wird auf dem Dach des Fermenters gefiltert und abgezogen. Sollte aus irgend einem Grund das Gas nicht verwertet werden können, wird es abgefackelt.

Energietechnische Anlagen

Das Biogas treibt im Blockheizkraftwerk einen Gasmotor an, der über einen Generator Strom erzeugt. Ein Teil der Abwärme des Gasmotors wird zur Beheizung des Fermenters gebraucht, der Rest kann in ein Fernwärmenetz eingespeist werden. Das Biogas kann aber auch zu Erdgasqualität aufbereitet werden. Dadurch kann es dem Erdgasnetz oder einer Tankstelle für Autos mit Gasmotor zugeführt werden.

Dünger-Aufbereitung

Nach dem Fermenter gelangt die breiige Masse in ein Entwässerungssystem, wo sie in Flüssigdünger und Kompost aufgeteilt wird. Beides sind hochwertige und keimfreie Düngemittel.

Grünabfall-Aufbereitung
Fermentation
Energietechnische Anlagen
Dünger-Aufbereitung